The Cheat Report
Überblick zum Film


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Mogeln in Computerspielen: Ein Kavaliersdelikt? In der episch überzogenen Mockumentary versammelt DPS Sekten, Traumata, Gen-Defekte und Spezialkommandos – und macht sich über Schummler ebenso lustig wie über die Geschädigten.Zu 101% wahr, polarisierte die fiktive Doku 2006 das videospielende Publikum mit einer ironischen Betrachtungsweise auf ein Thema, das bis heute relevant ist. In den vier großen Blöcken „Geschichte“, „Szene Heute“, „Ursachen“ und „Maßnahmen“ wird ein umfassendes Panorama des Phänomens gezeichnet: Cheater existieren schon seit Jahrtausenden, sie haben sich bis heute in geheimen Untergrundsekten organisiert, sie sind Opfer von Minderwertigkeitskomplexen und müssen demnächst den Einsatz von Anti-Cheater-Spezialkommandos fürchten.

Gedreht mit einem Budget von knapp 25.000 Euro auf der Welle des Erfolgs von A GAMER’S DAY, näherte sich DPS dem Thema eSport (= wettbewerbsorientiertes Videospielen) dieses Mal aus einem anderen Winkel: Schummler, die sich durch verbotene Computerprogramme (sog. Hacks und Cheats) unfaire Vorteile verschaffen, sind seit der Geburtsstunde des gemeinsamen Videospielens ein hartnäckiges Phänomen, das regelmäßig die Gemüter erhitzt. Keine Maßnahme konnte das Problem bis dato langfristig lösen – es ist vergleichbar mit Doping im Radsport. Dabei ist der überschäumende Frust der ‚geschädigten‘ Mitspieler nicht selten heftiger als die Dreistheit der ‚Täter‘. DPS stellte sich die Frage, wie Cheaten in einer Dokumentation behandelt werden würde, wenn es in Wahrheit genau die Staatsaffäre wäre, zu der es viele verbissene Videospieler erklärten. Dabei nahm er gängige (Wut-)Klischees über Cheater, sponn sie ins Surreale weiter und verwischte die Grenzen mit ausgewählten Fakten. Entstanden ist die karrikierte Visualisierung eines Sentiments, ein intellektualisierter Wutschrei über unehrliche Zocker.